PC-Lüftung, Hitzestau, Netzteil, Lüfter
Ungeante Probleme durch defekte Lüftung
Die ordnungsgemäße Lüftung eines PC´s ist unumgänglich für den reibungslosen Betrieb des Rechners.
Am folgenden Beispiel zeigen wir Ihnen welche Probleme bei einem Werkstattserver, der seit 2 Jahren ununterbrochen lief aufgetreten ist und wie das Problem in ca. 1-1,5 Stunden selbst behoben werden kann.
Probleme durch defekte Lüftung
- Server wurde immer lauter und langsamer
- Lüfter "brummelten" weil Lager defekt war
- Geruchsbildung von "verschmorter Elektrik" um das Gerät herum
- Anwender beklagte sich immer häufiger über Kopfschmerzen, was vermutlich durch die Ausgasung der Netzteilplatine verursacht wurde, da diese keine Kühlung mehr hatte
- Das Netzteil hätte sich sicher in Kürze selbst entzündet bzw. es bestand "brandgefahr"
Defekte Lüftung reparieren
Schon äußerlich war klar, wo das Problem liegt. Alle Lufteinlässe waren vollkommen verstaubt.
Hier muss zuerst mit einem Staubsauger das Gehäuse abgesaugt werden.
Da kann keine Luft mehr durch
Alle Lufteinlässe sind zugestaubt
Überall "Wollmäuse"
Auch hinter der Frontabdeckung
Prozessorlüfter ausbauen
Bei diesem Rechner hatten wir das Glück, dass der Lüfter relativ einfach zu lösen war und haben den vollkommen "verdreckten" Lüfter samt Kühlkörper ausgebaut und mit einem Druckluftspray ausgeblasen. (Sie sollten das im Freien machen ;-)) Prüfen Sie aber vorher ob der Lüfter einwandfrei läuft, sonst besser gleich einen Neuen einbauen.
Kühlkörper vom Prozessorlüfter ist "zu"
Da kann nichts mehr kühlen
So sollte der Lüfter aussehen
Netzteil "riecht" stechend nach "Strom"
Vom Netzteil aus scheint die "Geruchsbelästigung" ausgegangen zu sein, dieses roch sehr extrem nach "Strom" und auch in der Werkstatt war der Geruch bereits stark verbreitet, was vermutlich auch für die Kopfschmerzen des Anwenders beigetragen hatte.
Durch die fehlende Lüftung wurde die Netzteilplatine sehr warm und es kam vermutlich zu sog. "Ausgasung" der chemischen Bestandteile wie - Lötlack, Schutzlack usw.
Lüftungsschlitze am Netzteil waren "zu"
Das Netzteil wurde ausgebaut und geöffnet.
Die Platine wurde ebenfalls gelöst (4 Schrauben) und der ganze Staub wurde mit einem Pinsel und Staubsauger entfernt.
Der defekte Lüfter wurde durch einen Neuen ausgetauscht (4 Schrauben). Leider war das Kabel vom "alten" Lüfter verlötet und nicht gesteckt, so daß hier die beiden Kabel vom neuen Lüfter (rot und schwarz) mit den vorhandenen Kabel verdrillt und isoliert wurden.
Überall Staub
Der Lüfter war defekt
Auch unter der Platine
Platine wieder Sauber
Einbau und Funktionstest
Bauen Sie nun das Netzteil wieder an seinen Platz und schließen Sie die Stromkabel wieder in die dafür vorgesehenen Buchsen an (Platine und Laufwerke).
Schließen Sie nun die Tastatur und den Bildschirm an und dann das 230 V Stromkabel.
Starten Sie den Rechner und wenn alles korrekt läuft werden Sie sich wundern wie viel Luft nun durch das Gehäuse "gezogen" wird. Vor allem wenn das Gehäuse wieder komplett verschlossen ist.
Lüftung arbeitet wieder
Zeit & Material für diese Reparatur
| 1 Netzteillüfter | ca. 15 Euro | Conrad Elektronik |
| Druckluftspray | ca. 15 Euro | Conrad Elektronik |
| Pinsel & Staubsauger | ||
| Isolierband | ||
| Arbeitszeit | ca. 1 - 1,5 Std. |
Fazit
Reinigen Sie die Lüftungsschlitze am Gehäuse und am Netzteil öfters, dann halten auch Ihre Lüfter länger und die oben genannten Probleme tauchen nicht auf.
Eine regelmäßige Reinigung der Lüftungseinlässe (innen und außen) dauert in der Regel ca. 30 Minuten.
Wir berechnen für eine solche Reparatur wie oben geschildert ca. 60 Euro + Material und Anfahrt.
